Aus einem Titel kann man die Zwangsvollstreckung betreiben. Und da gibt es verschiedene Wege, für die verschiedene ZV-Organe zuständig sind, einmal der Gerichtsvollzieher für Taschen- und Mobiliarpfändung, und einmal das Amtsgericht als Vollstreckungsgericht, vor allem, um Forderungen zu pfänden (Konto, Gehalt usw.).
Wenn ein Arbeitsloser den Titel, den es gegen ihn gibt, nicht ändern lässt, sondern einfach nicht mehr zahlt, laufen Rückstände auf, so dass sich die Vollstreckung allmählich lohnen kann. Voraussetzung ist aber immer, dass auch was zu holen ist, denn die ZV kostet ja erstmal Geld, und das muss der Gläubiger erstmal vorlegen.
Selbst wenn nicht wirklich was zu holen ist, kann aber eine ZV sinnvoll sein, wenn man damit dem Schuldner Schwierigkeiten machen kann, die er vermeiden will. Z.B. einen Handyvertrag haben, ein Girokonto, über das er verfügen kann, selbst wenn nicht viel drauf ist, eine gute Schufa-Auskunft usw. Wenn ein Schuldner erstmal die eidesstattliche Versicherung abgegeben und sich damit arrangiert hat, nutzt das nichts mehr - aber wenn er das vermeiden will, dann zaubern viele plötzlich ganz erstaunliche Beträge aus der Luft, um in letzter Minute die Abgabe der e.V. zu vermeiden.