Original von Gerhard S.
Du weisst ganz genau, dass sich deine Ex mit einem reichen Araber vergnügt, wenn sie die WE's nicht zu hause ist. Na und, wenn schon? Es muss dir sowas von egal sein.
Du hast das kleine Glück mit deiner jetzt-Frau und bist nicht verpflichtet, dir Gedanken über deine Ex zu machen.
?( Ähm, Gerhard, bist du sicher, dass du den Beitrag von Jomi richtig gelesen hast? Es geht hier doch gar nicht um die Entscheidung zwischen der Ex und der Neuen - die ist doch schon längst gefallen und zwar seit 5 Jahren. Vielmehr geht es darum, dass die neue Partnerin mit dem aus der alten Beziehung stammenden Kind nicht zurecht kommt bzw. eine Annäherung an dieses Kind vermeidet.
@Jomi: Für mich klingt es so, als könnte deine neue Partnerin keinen Bezug zu deinem Kind aufbauen. Hast du mal versucht herauszufinden, warum das so ist? Mag sie generell keine Kinder? Oder liegt es wirklich an deinem Sohn? Hat sie vielleicht Angst, in diesen Momenten nur die Nummer 2 zu sein?
Sofern eine neue Partnerin nicht offen ist für eine solche Konstellation ist das immer schwierig. Du wirst immer der Vater deines Kindes bleiben. Dass du ihn alle 2 Wochen siehst und auch Zeit mit ihm verbringst, finde ich gut und auch angemessen. Du übernimmst Verantwortung für dein Kind.
Was deine Partnerin macht ist im Grunde schon sehr unfair, denn sie setzt dich unter Druck. Du möchtest beide haben, beide sind dir wichtig, aber du merkst, dass es Schwierigkeiten gibt, weil es kein harmonisches MIteinander zu dritt gibt.
M. E. müsstet ihr mal versuchen, den Grund dafür zu finden, warum sich deine neue Partnerin hier verweigert. Sie hat schon Recht, dass es auch gut ist, wenn du mit deinem Sohn Zeit allein hast. Aber diese Momente sollten eher die Ausnahme sein; grundsätzlich gehört sie eher mit dazu. M. E. flüchtet sie vor dieser Situation.. solange du nicht genau weißt warum, wirst du keine Lösung herbeiführen können.
Ich kann nur für mich sprechen und erinnere mich an eine Zeit, an der ich - damals kinderlos - mit einem Mann zusammen war, der Kinder aus einer anderen Beziehung hatte. Auch ich war damals nicht in der Lage, diese Kinder zu akzeptieren. Mein Gefühl hatte mir das schon im Vorfeld gesagt, aber er bat mich, es doch zumindest zu versuchen. Die Kinder seien so toll. Waren sie auch - und trotzdem kam ich mit der Situation nicht klar. Sie bestimmten große Teile des gemeinsamen Lebens - wie gesagt mit gutem Recht. Dieses Recht habe ich niemals in Frage gestellt, denn es ist und bleibt ihr Vater. Ich würde einen Vater, der sich für seine Partnerin und gegen die Kinder entscheidet, eher verurteilen als umgekehrt, denn sie sind sein Fleisch und Blut und brauchen ihn, gerade wenn sie noch so jung sind. Die Partnerin sollte sich in die Situation einfinden oder aber die Beziehung beenden, wenn sie es nicht kann. Das habe ich damals dann auch getan - die Entscheidung war für alle Beteiligten die beste.
Wenn deine Partnerin sagt, sie würde eher gehen als dass du für sie deinen Sohn aufgeben solltest, so sehe ich damals mich. Letztlich sollte aber sie diejenige sein, die diesen Schritt tut. Sie schiebt dir da doch eine heftige Entscheidung zu. Letztlich muss ich sagen, dass ich meinen damaligen Partner nicht so geliebt habe, dass ich auch die Umstände zu akzeptieren bereit war. Für mich klingt das irgendwie bei euch ähnlich, wenngleich ich natürlich nur Vermutungen anstellen kann.
Das ist jetzt ein Erklärungsversuch, kein Lösungsvorschlag. Die Lösung müsst ihr schon selber herbeiführen. Nur soviel: Ein Trennungsschmerz vom Partner vergeht - spätestens wenn man einen neuen Partner gefunden hat, der das gesamte Leben mit einem teilt und keine wesentlichen Bereiche ausspart. Wenn ein Kind aber seinen Vater verliert, dann hinterlässt das m. E. tiefe Narben. Einmal mehr, wenn dieses Kind sich nichts zu Schulden hat kommen lassen. Dein Sohn ist einfach nur dein Sohn und hat den Anspruch, den Papa zu sehen. Ich hoffe, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst, wenn sie denn fällig wird. Auf Dauer hätte ich mich damals mit solch einer Situation wie du sie hier schilderst und ich sie auch kurz kennengelernt hatte, nicht arrangieren können und wollen.
Viele Grüße
Kirsten